Der Burgenländische Hausärzteverband

entstand aus der Enttäuschung über die vorprogrammierte Kompromißbereitschaft unserer Standesvertretung gegenüber dem Vertragspartner. Als den burgenländischen Vertragsärzten 1996 rückwirkend bereits abgerechnete und ausbezahlte Honorare gekürzt wurden, entschlossen wir uns, außerhalb der Ärztekammer zu einer Klage, die mühsam und über Jahre laufend, schließendlich bewies, dass die Vereinbarungen der Vertagspartner nicht automatisch gesetzteskonform sind. In dieser Phase war es Altpräsident Dr.Dr. Mag.Mag. Thaler, der unsere Arbeit mit persönlichem Einsatz unterstützte und uns an den ÖHV heranführte. Die Burgenländische Gebietskrankenkasse mußte sechsstellige Beträge zurückzahlen, der burgenländische Hausärzteverband war etabliert. Nach zwei Jahren eines vielgeschmähten Oppositionsdaseins errangen wir bei der folgenden Wahl in die bgld. Ärztekammer im April 1999 drei von dreizehn Sitzen in der Kurie der Niedergelassenen Ärzte. Dies verbessert unseren Informationsstand deutlich, die Möglichkeiten innerhalb der Standesvertretung etwas zu bewegen sind nach wie vor begrenzt. Dr. Daniel Bidner bringt jedenfalls frischen Wind in das Medikamentenreferat, dem er vorsteht, dieser frische Wind weht auch ihm selbst mitunter ins Gesicht.